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Hoeneß "geschockt" von Breno-Urteil

30.07.12
Hoeneß "geschockt" von Breno-Urteil
Uli Hoeneß hat eine bessere Behandlung für Fußball-Profis von der deutschen Justiz gefordert.
Foto: dpa bildfunk
Sollten Fußball-Profis von der Justiz besser behandelt werden als andere Menschen? Uli Hoeneß scheint dieser Meinung zu sein. Der Bayern-Präsident zeigte sich von dem Urteil gegen Ex-Bayern-Spieler Breno geschockt und kritisierte die deutsche Justiz. Der Brasilianer war wegen Brandstiftung zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt worden.

"Ich weiß nicht, ob man hier differenzieren muss zwischen einem Maurer, der seinen Beruf weiter ausüben kann, wenn er wieder rauskommt, und einem jungen Fußballspieler - der absolut nichts anderes kann als Fußball spielen. Wenn man dem damit seinen Beruf für alle Zeiten wegnimmt, dann ist das aus meiner Sicht für dieses Vergehen, sollte es stattgefunden haben, was für mich überhaupt nicht bewiesen ist, absolut nicht nachvollziehbar", sagte Hoeneß der 'Bild'.

Breno sitzt zurzeit in der JVA Stadelheim ein. Der schaden an der Mietvilla, die der 21-Jährige angezündet haben soll, beläuft sich auf rund eine Million Euro. Brenos Anwalt Werner Leitner hat gegen das Urteil Revision eingelegt.

Lebensumstände nicht angemessen beurteilt

Für Hoeneß kommt das Urteil einer lebenslänglichen Strafe gleich: "In diesem Urteil steckt eine solche soziale Härte, das hätte das Gericht meiner Meinung nach berücksichtigen müssen. Ein Strafmaß muss ja eine Strafe sein für jemanden, hier ist es eine fast lebenslängliche. Das ist die große Frage, ob das Sinn der Sache ist."

Der Bayern-Präsident hat mit einer solchen Härte des Gerichts nicht gerechnet und hofft auf die Revision. "Ich habe mir nie und nimmer vorstellen können, dass der Junge dafür ins Gefängnis geht - und vor allen Dingen so lange! Wenn das Urteil nicht revidiert wird, dann ist sein Leben kaputt. Für mich war das Urteil ein Schock", so der 60-Jährige.

Während Breno weiter hinter Gittern sitzt, versucht der FC Bayern alles, um dessen Familie zu unterstützen: "Es werden Leute von uns die Frau, die vorerst in Deutschland leben wird, weiterhin betreuen. Wann immer sie ein Problem hat, bei dem wir helfen können, werden wir das tun."
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