Fußball | Confed Cup 2013
Brasilien - Mexiko
THEMENPAKET
Trauer bei beiden Gastgebern: Nach den Polen ist auch die Ukraine durch das 0:1 gegen England ausgeschieden. Dabei hat das Aus des Teams um Super-Star Andrej Schewtschenko einen besonders bitteren Beigeschmack, da der ukrainischen Auswahl der klare Ausgleich von Marko Devic in der 63. Minute aberkannt wurde. Torrichter Istvan Vad erkannte trotz guter Positon nicht, dass Englands John Terry den Ball erst klärte, als das Spielgerät die Linie schon überquert hatte. Die Ukraine war einer großen Chance beraubt.
Und schon wieder die Engländer - wird so mancher gedacht haben. Das Wembley-Tor 1966 ist legendär und bei der WM 2010 wurden die 'Three Lions' ausnahmsweise benachteiligt, als Frank Lampard im Achtelfinale gegen Deutschland einen klaren Treffer nicht anerkannt bekam. Seitdem setzt man sich zumindest bei der FIFA für technische Hilfsmittel bei kritischen Entscheidungen ein. Der neuerliche Vorfall hat Joseph Blatter wieder auf den Plan gebracht. "Nach dem Spiel der vergangenen Nacht ist die Torlinien-Technologie keine Alternative mehr, sondern eine Notwendigkeit", twitterte der FIFA-Boss.
Eine Stellungnahme, die Platini nur einen Tag später wieder einholen sollte. Jedenfalls hätte sich der ukrainische Trainer, Oleg Blochin, Platini sicherlich gerne zur Brust genommen. "Wir waren besser, wir hatten die besseren Chancen", schimpfte der Coach. "Die Schiedsrichter haben uns ein Tor gestohlen, das war ein klarer Treffer."
Blochin spricht bewusst von den Schiedsrichtern, da man bei dieser EURO nicht mehr nur dem Haupt-Schiedsrichter die Schuld gibt. Vor allem die Torrichter stehen in der Kritik - dabei auch ein Deutscher. Florian Meyer stand beim Duell zwischen Spanien und Kroatien an der Linie, als Sergio Ramos den Kroaten Mario Mandzukic zu Fall brachte: Statt Elfmeter gab der Assistent Eckball.
Schon zuvor waren einige Elfmeterpfiffe ausgeblieben, bei denen die Torrichter in bester Position standen. So ärgerten sich die Iren im Spiel gegen Kroatien und die Griechen gegen Russland. Woher Platini seine Meinung von den besten Schiedsricherleistungen bei einer Europameisterschaft hat, bleibt also sein Geheimnis.
Die Torrichter-Affäre
20.06.12
John Terry klärt den Ball erst hinter der Linie.
Foto: Getty Images/Bongarts
Foto: Getty Images/Bongarts
Und schon wieder die Engländer - wird so mancher gedacht haben. Das Wembley-Tor 1966 ist legendär und bei der WM 2010 wurden die 'Three Lions' ausnahmsweise benachteiligt, als Frank Lampard im Achtelfinale gegen Deutschland einen klaren Treffer nicht anerkannt bekam. Seitdem setzt man sich zumindest bei der FIFA für technische Hilfsmittel bei kritischen Entscheidungen ein. Der neuerliche Vorfall hat Joseph Blatter wieder auf den Plan gebracht. "Nach dem Spiel der vergangenen Nacht ist die Torlinien-Technologie keine Alternative mehr, sondern eine Notwendigkeit", twitterte der FIFA-Boss.

Michel Platini hat sich mit seinem Vertrauen in die Torrichter verschätzt.
Foto: Getty Images/Bongarts
Foto: Getty Images/Bongarts
UEFA blamiert sich
Besonders peinlich war allerdings der Auftritt der UEFA in Person von Michel Platini. "Das ist das Turnier mit den besten Schiedsrichterleistungen bisher", hatte der UEFA-Präsident noch am Montag Bilanz gezogen. Die Vorschläge der FIFA über die Torlinientechnologie wies der Franzose zurück: "Man braucht solche Systeme nicht, Technik, Satellit, GPS oder Chip im Ball. Das nicht-gegebene Tor von Frank Lampard im Spiel gegen Deutschland bei der WM 2010 in Südafrika wäre mit einem Torrichter auf alle Fälle erkannt worden, weil es sein Job ist, zu sehen, ob der Ball hinter der Linie ist."Eine Stellungnahme, die Platini nur einen Tag später wieder einholen sollte. Jedenfalls hätte sich der ukrainische Trainer, Oleg Blochin, Platini sicherlich gerne zur Brust genommen. "Wir waren besser, wir hatten die besseren Chancen", schimpfte der Coach. "Die Schiedsrichter haben uns ein Tor gestohlen, das war ein klarer Treffer."
Blochin spricht bewusst von den Schiedsrichtern, da man bei dieser EURO nicht mehr nur dem Haupt-Schiedsrichter die Schuld gibt. Vor allem die Torrichter stehen in der Kritik - dabei auch ein Deutscher. Florian Meyer stand beim Duell zwischen Spanien und Kroatien an der Linie, als Sergio Ramos den Kroaten Mario Mandzukic zu Fall brachte: Statt Elfmeter gab der Assistent Eckball.
Schon zuvor waren einige Elfmeterpfiffe ausgeblieben, bei denen die Torrichter in bester Position standen. So ärgerten sich die Iren im Spiel gegen Kroatien und die Griechen gegen Russland. Woher Platini seine Meinung von den besten Schiedsricherleistungen bei einer Europameisterschaft hat, bleibt also sein Geheimnis.













KOMMENTARE zum Thema "Die Torrichter-Affäre"