Günter Netzer: Spielmacher, Playboy, TV-Liebling

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  • Eine Stadt, ein Verein

    Eine Stadt, ein Verein

    1944 in Mönchengladbach geboren, erlernte Günter Netzer beim heimischen 1. FC das Kicken. Anschließend unterschrieb er 1963 als 19-Jähriger seinen ersten Profivertrag bei Borussia Mönchengladbach. Eine Verbindung, die bis heute und darüber hinaus nachhallen soll.
  • Ein echter Playboy

    Ein echter Playboy

    Nach dem Aufstieg in die Bundesliga machte Netzer durch seine überragende Spieltechnik, aber auch durch seinen extravaganten Lebensstil auf sich aufmerksam. Mit langen Haaren, seiner Vorliebe für schöne Frauen und...
  • Grün soll es sein

    Grün soll es sein

    ... schnelle Autos hob sich der Mittelfelddirigent schon früh von den Spielern seiner Zeit ab. Dabei hatte es ihm vor allem ein italienischer Sportwagenhersteller sehr angetan: Ferrari.
  • Der beste Mittelfeldspieler aller Zeiten?

    Der beste Mittelfeldspieler aller Zeiten?

    Trotz seiner besonderen Art vergaß Netzer nie, worauf es für ihn im Leben wirklich ankommt. Als Mittelfeldstratege und treibende Kraft im Offensivspiel war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Meister-Schale 1970 und 1971 in Gladbach landete.
  • Verdiente Auszeichnungen

    Verdiente Auszeichnungen

    Netzer war die Verkörperung des klassischen Spielmachers und gilt bis heute als einer der besten Mittelfeldspieler in der Geschichte der Bundesliga. Nach den zwei Meisterschaften folgte in den Jahren 1972 und '73 zweimal hintereinander die Auszeichnung zu Deutschlands Fußballer des Jahres.
  • Der Weltmeister, der sich nicht als solcher fühlt

    Der Weltmeister, der sich nicht als solcher fühlt

    Ein Kapitel schlägt Netzer aber eher mit gemischten Gefühlen auf. Er ist zwar ein fester Bestandteil der legendären EM-Elf von 1972, allerdings soll es das einzige erfolgreiche Turnier im Dress der Nationalmannschaft für ihn gewesen sein. Insgesamt bestritt er in zehn Jahren nur 37 Länderspiele.
  • "Ich spiel' dann jetzt"

    "Ich spiel' dann jetzt"

    Mit seinem letzten Spiel im Gladbach-Trikot macht sich Netzer endgültig unsterblich. Es ist der 23. Juni 1973. Pokalfinale gegen den Erzrivalen aus Köln. Nach 90 Minuten steht es 1:1, Netzer schmort auf der Bank. Zu Beginn der Verlängerung wechselt sich der Edeltechniker kurzerhand selbst ein und erzielte nur drei Minuten später den Führungstreffer.
  • "Das größte Glück meines Lebens auf dem Fußballplatz"

    "Das größte Glück meines Lebens auf dem Fußballplatz"

    Mit diesen Worten beschrieb Netzer sein Tor, da er den Ball laut eigener Aussage "völlig falsch" traf. Nichtsdestotrotz konnte Gladbach die knappe 2:1-Führung über die Zeit bringen. Der Spielmacher ging noch nachhaltiger in die Geschichte ein. Heute gehört Netzer als Nummer 10 zur Jahrhundertelf der Borussia.
  • In einem fremdem Land

    In einem fremdem Land

    Auf seine erfolgreiche Zeit in der Bundesliga ließ er 1973 eine noch erfolgreichere Zeit in der Primera División folgen. Als erster deutscher Spieler überhaupt bejubelte er bereits in seinem ersten Jahr bei Real Madrid den Pokalsieg.
  • Ausklang in der Schweiz

    Ausklang in der Schweiz

    Anschließend wechselte er zu den Grasshoppers nach Zürich, seiner heutigen Wahlheimat. Nach nur einer Saison beendete Netzer im Alter von 32 Jahren seine aktive Karriere als Fußballer. Noch im selben Jahr bot er dem Hamburger SV an, dessen Stadionzeitschrift zu verlegen, wie er es bereits während seiner Zeit bei der Borussia getan hat.
  • Vom Verleger zum Manager

    Vom Verleger zum Manager

    HSV-Präsident Paul Benthien nahm das Angebot an - unter der Bedingung, dass Netzer auch Manager werde. So war Netzer von 1978 bis 1986 in dieser Funktion tätig. Mit den Meisterschaften in den Jahren 1979, 1982 und 1983 und dem Sieg im Europapokal der Landesmeister 1983 sollte es die erfolgreichste Ära des HSV werden.
  • Der Telefonmanager

    Der Telefonmanager

    Für die Saison 1991/92 war er Manager des FC Schalke 04. Da er seine Arbeit allerdings stets von seinem schweizerischen Wohnort Zürich aus erledigte, wurde er schnell als der "Telefonmanager" bekannt.
  • Aus einer anfänglichen Partnerschaft ...

    Aus einer anfänglichen Partnerschaft ...

    Mit der WM 1998 wurde das TV-Kommentatoren-Duo Delling/Netzer bei der ARD eingeführt. Die beiden fanden viel Zuspruch, wurden schnell beliebt und im Jahr 2000 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Im Mai 2008 folgte für ihr "hohes sprachliches Niveau" ebenfalls der Medienpreis für Sprachkultur.
  • ... entwickelte sich eine wirkliche Freundschaft

    ... entwickelte sich eine wirkliche Freundschaft

    Obwohl sich durch einige gemeinsame Moderationen Schlimmes erahnen ließ, sind Gerhard Delling und Günter Netzer gut befreundet. Die beiden siezen sich zwar auch heute noch, allerdings war Netzer beispielsweise Trauzeuge bei Dellings zweiter Hochzeit.
  • Finanziell gut aufgestellt

    Finanziell gut aufgestellt

    Auch hinter den Kulissen des Fußballgeschäfts ist Netzer seit jeher umtriebig und dürfte sich mit seinen Jobs ein mehr als ordentliches Vermögen erwirtschaftet haben. Heute arbeitet er für die Schweizer Sportrechte-Agentur Infront Sports & Media AG.
  • Ein Klischee: Der Fußballer und das Model

    Ein Klischee: Der Fußballer und das Model

    Privat lief es für Netzer auch sehr rund. Im Jahr 1978 lernte er das damalige Fotomodell Elvira Lang kennen. Im Januar 1987 heiratete das Paar ...
  • Bis dass der Tod sie scheidet

    Bis dass der Tod sie scheidet

    ... und die Ehe hält bis heute. Sie haben zusammen eine Tochter: Alana Netzer.
  • Eine Legende kommt selten allein

    Eine Legende kommt selten allein

    Neben vielen Bekanntschaften zählt Netzer schon seit vielen Jahren Boris Becker zu seinen engsten Freunden. Hier zu sehen mit Lilly Becker, damals noch als Nicht-Ehegattin Sharlely Kerssenberg bekannt, auf dem Oktoberfest 2007.
  • WM-Skandal als Schatten

    WM-Skandal als Schatten

    Ein Schatten legte sich im Zuge der Affäre um die Vergabe der WM 2006 auf Netzers beeindruckende Vita. Laut Angaben des früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger soll Netzer einen Stimmenkauf zugegeben haben. Netzer verklagte Zwanziger. Kurz vor der Verhandlung einigen sich beide außergerichtlich.
  • Keine Probleme mit dem Alter

    Keine Probleme mit dem Alter

    Immerhin: Mit dem Älterwerden hat Netzer keine Probleme, wie er bereits zu seinem 65. Geburtstag verriet: "Ich kann damit verdammt gut umgehen. Weder 40, 50, 60 noch 65 Jahre sind eine Schwelle für mich. Das ist mein Naturell."
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