Formel 1 | Italien-GP
1. Freies Training Monza
THEMENPAKET

Foto: xpb.ccDie Technik macht derzeit einfach nicht, was Michael Schumacher will - nicht einmal bei einer Pressekonferenz. Bei einer PR-Veranstaltung seines Mercedes-Teams vor dem Großen Preis von Ungarn am Wochenende in Budapest drückte der Rekordweltmeister mehrfach vergeblich den Schaltknopf, um gehört zu werden. Erst als Mercedes-Sportchef Norbert Haug beherzt eingriff, war Schumachers Leitung frei.
"Wenn Norbert anfasst, klappt das auch", meinte Schumacher und ergänzte schmunzelnd: "Vielleicht sollte er mal mein Auto anfassen, dann würde auch das mal funktionieren." Seinen Humor hat der siebenmalige Weltmeister also noch nicht verloren. Dabei erlebt der 41-Jährige bisher die frustrierendste Phase seines ohnehin so enttäuschenden ersten Jahres nach dem Sensations-Comeback. Ausgerechnet beim Heimrennen auf dem Hockenheimring am vergangenen Sonntag war er überrundet worden. Eine Demütigung, zumal Schumacher anschließend auch noch vom "bestmöglichen Ergebnis" sprach.
Als Ursache für sein bislang ernüchterndes Comeback sieht Schumacher vor allem die Probleme mit dem Silberpfeil. Von Saisonbeginn an sei die Basis des Autos nicht stark genug gewesen, erklärte der Mercedes-Pilot. Zudem funktionierten zu oft die technischen Neuentwicklungen nicht wie gewünscht. Wie am vergangenen Wochenende in Hockenheim. "Wir probieren in Ungarn, die Updates von Hockenheim so zum Arbeiten zu bekommen, wie es geplant war", so Schumacher, der zudem weiter im Schatten seines jungen Teamkollegen Nico Rosberg fährt.
Das Rennen in Budapest kann für Schumacher nicht mehr sein als ein Testlauf unter Wettbewerbs-Bedingungen. "Mit unserm Paket können wir nicht um die Spitze mitfahren", bereitete Schumacher seine Fans schon auf die nächste mögliche Pleite vor. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Auto so hinzubekommen, dass wir in der Zukunft das erreichen, was wir dieses Jahr nicht schaffen", meinte Schumacher.
Längst hat der 91-malige GP-Sieger die Saison als Lehrjahr abgehakt, den Titel 2010 abgeschrieben. Stattdessen arbeitet er bereits am Projekt 'WM-Titel 2011', sammelt besessen wie in alten Zeiten Werte und Daten. Ergebnisse, Zeiten und Punkte sind in diesem Jahr nur noch zweitrangig, es geht um Erkenntnisse für den Bau des neuen Autos. Eine Strategie, mit der sein Teamchef Ross Brawn schon 2009 die im Jahr zuvor bis zum Schluss um die WM-Krone kämpfende Konkurrenz überrumpelt hatte.
Für die Formel-1-Szene hat sich das Schumacher-Comeback bereits ausgezahlt Die TV-Quoten steigen und auch der Kartenverkauf hat zugelegt. In Budapest derzeit um knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Dafür müssen wir uns bei Michael Schumacher bedanken", sagte Hungaroring-Vizepräsident Tamas Frank. Dem Publikumsliebling zu Ehren haben sie sogar einen Zuschauerrang in 'Michael-Schumacher-Tribüne' umbenannt. "Eine tolle Idee", findet Schumacher. Besichtigt hat er "seine" Tribüne noch nicht, "aber ich werde an diesem Wochenende ja öfter mal vorbeifahren". Vielleicht wieder etwas schneller wie zuletzt auf dem Hockenheimring …
Großer Preis von Ungarn
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Schumi flüchtet sich in Galgenhumor29.07.10

Foto: xpb.cc
"Wenn Norbert anfasst, klappt das auch", meinte Schumacher und ergänzte schmunzelnd: "Vielleicht sollte er mal mein Auto anfassen, dann würde auch das mal funktionieren." Seinen Humor hat der siebenmalige Weltmeister also noch nicht verloren. Dabei erlebt der 41-Jährige bisher die frustrierendste Phase seines ohnehin so enttäuschenden ersten Jahres nach dem Sensations-Comeback. Ausgerechnet beim Heimrennen auf dem Hockenheimring am vergangenen Sonntag war er überrundet worden. Eine Demütigung, zumal Schumacher anschließend auch noch vom "bestmöglichen Ergebnis" sprach.
Als Ursache für sein bislang ernüchterndes Comeback sieht Schumacher vor allem die Probleme mit dem Silberpfeil. Von Saisonbeginn an sei die Basis des Autos nicht stark genug gewesen, erklärte der Mercedes-Pilot. Zudem funktionierten zu oft die technischen Neuentwicklungen nicht wie gewünscht. Wie am vergangenen Wochenende in Hockenheim. "Wir probieren in Ungarn, die Updates von Hockenheim so zum Arbeiten zu bekommen, wie es geplant war", so Schumacher, der zudem weiter im Schatten seines jungen Teamkollegen Nico Rosberg fährt.
Das Rennen in Budapest kann für Schumacher nicht mehr sein als ein Testlauf unter Wettbewerbs-Bedingungen. "Mit unserm Paket können wir nicht um die Spitze mitfahren", bereitete Schumacher seine Fans schon auf die nächste mögliche Pleite vor. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Auto so hinzubekommen, dass wir in der Zukunft das erreichen, was wir dieses Jahr nicht schaffen", meinte Schumacher.
Längst hat der 91-malige GP-Sieger die Saison als Lehrjahr abgehakt, den Titel 2010 abgeschrieben. Stattdessen arbeitet er bereits am Projekt 'WM-Titel 2011', sammelt besessen wie in alten Zeiten Werte und Daten. Ergebnisse, Zeiten und Punkte sind in diesem Jahr nur noch zweitrangig, es geht um Erkenntnisse für den Bau des neuen Autos. Eine Strategie, mit der sein Teamchef Ross Brawn schon 2009 die im Jahr zuvor bis zum Schluss um die WM-Krone kämpfende Konkurrenz überrumpelt hatte.
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