2012 - das Jahr der Wintersportrücktritte?

Im Jahr 2012 verkündeten etliche Wintersport-Superstars ihren Rücktritt vom Profisport. Erfahren Sie, wer aus welchem Grund von der Piste abtritt.

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  • Zeit zum Entspannen

    Zeit zum Entspannen

    Plötzlich und überraschend verkündete Michael Greis (2.v.r.) seinen Rücktritt aus dem Biathlon-Weltcup. Gemeinsam mit der sich ebenfalls im Ruhestand befindenden Kati Wilhelm (l.) genoss der dreimalige Olympiasieger schon einmal die Sonne. Er war aber nicht der einzige Wintersportler, der 2012 "Ade!" sagte.
  • Im Schneetreiben von Hochfilzen...

    Im Schneetreiben von Hochfilzen...

    ...holte Michael Greis 2005 seine erste Medaille bei einem Großereignis. Es folgten drei Mal olympisches Gold, drei WM-Titel und insgesamt 21 Weltcup-Erfolge, bevor der Füssener dem Alter Tribut zollen musste und nach einem 67. Platz beim Saisonauftakt 2012/13 realisierte, dass Schluss sein müsse.
  • Golfen zum Ausgleich

    Golfen zum Ausgleich

    Künftig hat Michael Greis viel Zeit zum entspannten Golfen. Er beendete seine Karriere mit den Worten: "Im Leistungssport muss man den absoluten Glauben, den Willen und das Gewinner-Gen in sich tragen. Ist dies nicht mehr der Fall, hat man bei der Leistungsdichte, die heutzutage im Biathlon vorherrscht, keine Chance mehr."
  • Dreifach-Gold

    Dreifach-Gold

    Der Höhepunkt von Michael Greis' Karriere waren die olympischen Winterspiele 2006 von Turin: Dort holte Deutschlands Sportler des Jahres 2006 Gold mit der Staffel sowie im Einzel- und im Massenstartrennen. Im Einzel schlug er überraschend Biathlon-Legende Ole Einar Bjørndalen.
  • Sehnsucht nach Normalität und Ruhe

    Sehnsucht nach Normalität und Ruhe

    Im Gegensatz zum 36-jährigen Greis zollte Magdalena Neuner bei ihrem Rücktritt im Frühjahr 2012 nicht dem Alter Tribut, sondern dem öffentlichen Druck und ihrer Sehnsucht nach Normalität und Ruhe. Die 25-Jährige verkündete ihren Abgang in einem emotionalen Brief an die Fans.
  • "Ich bin dann mal weg!"

    "Ich bin dann mal weg!"

    In diesem begründete der Biathlon-Superstar ihre Entscheidung: Neuner führte aus, dass sie nie das öffentliche Aushängeschild und Gesicht des Wintersports sein wollte, das aus ihr gemacht wurde. Stattdessen wolle sie nun ihre Familienplanung vorantreiben und ihre Erfahrungen im Profisport an Kinder und Jugendliche weitergeben. So erwarb die Zollbeamtin a. D. im Mai 2012 den C-Trainerschein.
  • "Lena Superstar"

    "Lena Superstar"

    Trotz ihres zarten Alters hat die extrem laufstarke Biathletin so ziemlich alles gewonnen, was zu gewinnen war: 34 Weltcup-Siege, drei Gewinne des Gesamt-Weltcups, 12 Titel bei WMs und zwei olympische Goldmedaillen zieren das Revers von Deutschlands Sportlerin des Jahres 2007 und 2011.
  • Vernunft über Sport

    Vernunft über Sport

    Doch auch abseits der Biathlon-Loipe traten bekannte Profis zurück: Bobfahrer Karl Angerer beendete seine Karriere aufgrund eines privaten Trauerfalls. Der Sieger im Mannschaftswettbewerb der Bob-WM 2007 möchte sich künftig um seine Familie kümmern.
  • Ein Gag und ein Küsschen zum Abschied

    Ein Gag und ein Küsschen zum Abschied

    Quasi als Gag auf sein Alter fuhr Alpin-Veteran Didier Cuche (l.) sein letztes Rennen beim Riesenslalom von Schladming auf Holzskiern und in nostalgischer Kleidung. Dafür bekam er ein Küsschen von Julia Mancuso (r.) und begab sich vergnügt in den wohlverdienten Ruhestand.
  • Probleme mit dem Trainerstab

    Probleme mit dem Trainerstab

    Trotz großer Erfolge mit vier Staffel-Goldmedaillen bei Biathlon-EMs verpasste Daniel Graf den endgültigen Durchbruch im Weltcup: "Du brauchst ein Team, das hinter dir steht und einen Trainer, der an dich glaubt, nicht einen Trainer der dir nur aus dem Weg geht!", weiß der zurückgetretene mehrfache deutsche Meister zumindest um die Erfolgsformel im Biathlon.
  • "Mischgold"

    "Mischgold"

    Obwohl Sabrina Buchholz Teil der siegreichen Mixedstaffel bei der WM 2008 von Östersund war, fehlte ihr gegen Ende ihrer Biathlon-Karriere die Motivation: Sie arbeitet nun als Sportlehrerin bei der Bundespolizei.
  • Blick ins Ungewisse

    Blick ins Ungewisse

    In eine ungewisse Zukunft blickt der frühere Skisprung-Superstar Martin Schmitt: Er verkündete jüngst, seine Karriere an den Nagel hängen zu wollen, sollte er für die Vierschanzentournee 2012/13 den Sprung zurück in den A-Kader verpassen.
  • Sind die besten Jahre bereits gezählt?

    Sind die besten Jahre bereits gezählt?

    Martin Schmitt gehört mit Jens Weißflog, Dieter Thoma und Sven Hannawald zu den erfolgreichsten und populärsten deutschen Skispringern. Er wurde vier Mal Weltmeister, startet momentan aber lediglich im Continentalcup und bereitet sich dort gewissenhaft auf seine vielleicht letzte Vierschanzentournee vor.
  • Die Vierschanzentournee wirft ihre Schatten...

    Die Vierschanzentournee wirft ihre Schatten...

    ...voraus und Martin Schmitt verkündete: "Wenn ich die Tournee nicht zu Ende fahren kann und ich sehe, dass ich weit weg von der Spitze bin, muss ich mir Gedanken machen. Ich muss dann überlegen,ob es noch Sinn macht."
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