"Kaiser" Franz: Nicht nur eine Lichtgestalt

Die Karriere von Franz Beckenbauer

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  • Herzlichen Glückwunsch!

    Herzlichen Glückwunsch!

    Fußballkaiser, Lichtgestalt, bester deutscher Spieler aller Zeiten, aber auch ein Beteiligter des Skandals rund um die WM 2006: Franz Beckenbauer gehört zu den schillerndsten Figuren im deutschen Sport. Am Montag feiert Beckenbauer seinen 72. Geburtstag. Wir blicken zurück auf seine einzigartige Karriere.
  • Münchener durch und durch

    Münchener durch und durch

    Der am 11. September 1945 in München geborene Franz Anton Beckenbauer landet bereits als 13-Jähriger beim FC Bayern und gibt fünf Jahre später sein Debüt für die erste Mannschaft. Fast anderthalb Jahrzehnte bleibt er dem Klub treu und prägt beim heutigen Aushängeschild des deutschen Fußballs eine Ära.
  • Titel pflastern seinen Weg

    Titel pflastern seinen Weg

    Beim FCB wird Beckenbauer zum Titelhamster. Unter anderem holt er mit den Münchenern vier deutsche Meisterschaften, gewinnt viermal den DFB-Pokal und 1974, 1975 und 1976 jeweils den Europapokal der Landesmeister.
  • Prototyp des Liberos

    Prototyp des Liberos

    Beckenbauer gilt als Erfinder der Libero-Position und einer der besten Spieler der Geschichte. Der auf dem Platz stets äußerst elegant wirkende Alleskönner besticht zu seiner Glanzzeit mit herausragendem Defensivverhalten sowie Ballsicherheit und Gewandtheit im Vorwärtsgang. Außerdem ist er der geborene Führungsspieler.
  • Weltmeister-Kapitän

    Weltmeister-Kapitän

    Den größten Erfolg seiner aktiven Laufbahn feiert Beckenbauer 1974. Als Kapitän führt er die deutsche Nationalmannschaft zum Titel bei der Heim-WM. Zwei Jahre zuvor ist die goldene DFB-Generation um Beckenbauer, Maier, Breitner und Co. bereits in Belgien Europameister geworden.
  • Botschafter in der Fußball-Diaspora

    Botschafter in der Fußball-Diaspora

    Um die Globalisierung des Fußballs macht sich Beckenbauer ebenfalls verdient: 1977 kehrt er der Bundesliga kurzzeitig den Rücken und heuert bei New York Cosmos an. An der Seite von Brasiliens Idol Pelé sorgt der Kaiser für einen kleinen Soccer-Boom im damaligen Fußball-Entwicklungsland USA.
  • Seitensprung mit den Rothosen

    Seitensprung mit den Rothosen

    Nach seiner Rückkehr in die Heimat zieht es Beckenbauer in den hohen Norden. Er unterschreibt für zwei Jahre beim HSV, mit dem er 1982 unmittelbar vor dem endgültigen Ende seiner Bundesligakarriere tatsächlich die zuvor zweimal hintereinander erfolgreichen Münchener entthront und zum fünften Mal Deutscher Meister wird.
  • Coachen kann er auch

    Coachen kann er auch

    Apropos Meisterschaft: 1994 hat der Kaiser wieder die Hand an der Schale - diesmal als Bayern-Trainer. Interimsmäßig übernimmt er vom geschassten Erich Ribbeck und führt die Mannschaft souverän zum Titel. Zwei Jahre später springt er nochmal ein, als Otto Rehhagel entlassen wird. Wieder mit Erfolg: Er holt den UEFA-Cup.
  • Wieder Weltmeister

    Wieder Weltmeister

    Historisches gelingt Beckenbauer im Jahr 1990: In Italien wird er als Teamchef der Nationalmannschaft zum zweiten Mal Weltmeister. Bis heute ist er neben dem Brasilianer Mário Zagallo der einzige, der den wichtigsten Titel der Fußballwelt als Spieler und Trainer gewinnen konnte.
  • 15 Jahre an der Spitze

    15 Jahre an der Spitze

    Nach dem Ende seiner Trainerkarriere wechselt Beckenbauer hinter die Kulissen und wird Funktionär. Von 1994 bis 2009 steht er dem FC Bayern München als Vereinspräsident vor. Außerdem engagiert er sich in dieser Zeit stark beim DFB und wird später Mitglied des mächtigen FIFA-Exekutivkomitees.
  • Abstecher in den Süden

    Abstecher in den Süden

    Ein wenig bekanntes Kapitel in Beckenbauers Leben ist sein kurzes Intermezzo bei Olympique Marseille. Im Sommer 1990 siedelt er mit seiner damaligen Frau Sybille nach Südfrankreich um, wird dort zunächst Trainer und wenig später dann Sportdirektor. Nach nur einem Jahr verlässt er den Klub jedoch schon wieder.
  • Die Welt zu Gast bei Franz

    Die Welt zu Gast bei Franz

    Das Meisterstück seiner Funktionärslaufbahn gelingt Beckenbauer im Rahmen seines Engagements für die Weltmeisterschaft 2006. Erst holt er die Endrunde als Vorsitzender des Bewerbungskomitees nach Deutschland. Dann sorgt er als Leiter des Organisationskomitees für ein äußerst gelungenes Turnier.
  • Schwere Vorwürfe

    Schwere Vorwürfe

    Jahre später gerät das Engagement Beckenbauers rund um die WM aber ins Zwielicht: "Der Spiegel" enthüllt 2015 Korruption in Zusammenhang mit der Vergabe der Endrunde nach Deutschland. Unter anderem gegen Beckenbauer ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft.
  • Geschäftstüchtig wie kaum ein anderer

    Geschäftstüchtig wie kaum ein anderer

    Früh in seiner Karriere erkennt Beckenbauer, wie er seine fast grenzenlose Popularität in finanziellen Erfolg ummünzen kann. Ob mit seiner Autobiografie zu Beginn der Neunziger Jahre...
  • Großer Hit

    Großer Hit

    ... oder bereits 1966 mit dem bis heute beliebten Evergreen "Gute Freunde kann niemand trennen" - der Kaiser beweist in vielen Lebenslagen ein goldenes Händchen und untrüglichen Geschäftssinn.
  • Auf allen Kanälen

    Auf allen Kanälen

    Nicht nur Bücherwürmern und Musikfreunden ist Medienmensch Beckenbauer ein Begriff. Als gern gesehener Interviewgast ist der Kaiser auch im Fernsehen lange Zeit omnipräsent und lässt Zuschauer und Sportjournalisten meinungsstark an seiner Expertise und seinem Erfahrungsschatz teilhaben.
  • Angenehm und nützlich

    Angenehm und nützlich

    Auf dem Fußballplatz fühlt sich Beckenbauer heute nicht mehr so zuhause wie früher. Dafür glänzt er beim Golf mit Handicap 9. Doch Abschlag, Pitch und Putt sind für das Geburtstagskind nicht nur Zeitvertreib. Seit Jahren sammelt er zusammen mit anderen Promis beim "Kaiser Cup" große Geldsummen für wohltätige Zwecke.
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