Butterkuchen und Rotkäppchen-Sekt: Hans Meyers beste Sprüche

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  • Ob in Nürnberg, bei Hertha BSC oder in Mönchengladbach, Hans Meyer genießt überall Kultstatus. Das hat der Fußballlehrer neben den sportlichen Erfolgen vor allem seinen legendären Sprüchen zu verdanken. Anlässlich seines 75. Geburtstages haben wir die besten Meyer-Zitate zusammengestellt.
  • "Der Butterkuchen hier ist wirklich ausgezeichnet. Den hat bestimmt Frau Demuth gebacken." (Auf einer Pressekonferenz in St. Pauli, Trainer der Hamburger war Dietmar Demuth)
  • "Er lernt jetzt auch schon seit zwei Jahren die deutsche Sprache und kann schon 'Guten Tag' sagen." (Über seinen ghanaischen Stürmer Lawrence Aidoo)
  • "Das kann ich jetzt nicht sagen. Sonst bekomme ich Probleme, wenn meine Frau an Heiligabend mit dem Päckchen mit der Feinripp-Unterwäsche ankommt." (Auf die Frage, ob das Remis bei den Bayern das schönste Weihnachtsgeschenk sei)
  • "Natürlich sind da welche richtig sauer auf mich. Denken Sie, der zwölfte Mann oder die, die auf die Tribüne müssen, kommen jeden Tag zu mir und bringen mir ein Körbchen Eier und wir treffen uns und küssen uns?" (Auf die Frage nach der Stimmung in der Mannschaft)
  • "Von 25 Journalisten in Gladbach haben vielleicht zwei den Wert von Tomáš Galásek erkannt. Der schießt zwar kaum Tore und ist auch kein Marko Marin, der auf drei Quadratmetern vier Mann ausspielt, worauf die Fans zu Recht vor Freude zu onanieren beginnen. Aber er verfügt über die Qualität, seine Mitspieler glänzen zu lassen." (Nach seinem Rücktritt bei der Borussia 2009)
  • "Wenn ich eine ganze Flasche Rotkäppchen getrunken habe, wurde meine Frau danach regelmäßig schwanger."
  • "Bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass 3000 unserer Fans in St. Pauli waren. Und davon waren höchstens 2000 wegen der Reeperbahn da." (Nach seinem ersten Auswärtsspiel als Borussia-Trainer)
  • "Ich bin nun als Pokalsieger in der DDR und im Westen in die Geschichte eingegangen. Wurde auch Zeit, so viele gibt's nicht mehr von uns." (Nach dem Pokalsieg mit Nürnberg 2007)
  • "Ab nächsten April werde ich nicht mehr in den Urlaub fahren, mich täglich duschen, weiterbilden und auf den entscheidenden Anruf warten. Denn, das hat die Saison gezeigt, der Trend geht zum Eintagstrainer." (Im Juni 2009 über das Kurzengagement von Jupp Heynckes in München)
  • "Sie werden sich noch schwarz ärgern, wenn wir wirklich aufsteigen. Dann guckt nämlich keine Sau mehr Ihre Sendung." (Zu Gladbacher Zweitliga-Zeiten zu einem "DSF"-Reporter)
  • "Hören Sie, ich bin von Haus aus Kommunist, das heißt, ich bin von Haus aus arm." (Bei seinem Dienstantritt in Mönchengladbach)
  • "Bei solch klarem Votum hatte ich nicht die Möglichkeit, die Wahl zu manipulieren. Wenn es jedoch diametral zu meinen Vorstellungen ausgegangen wäre, hätte ich behauptet, dass es nur eine Probewahl war." (Zur Wahl Tomáš Galáseks zum FCN-Kapitän)
  • "Der Fußball hat bei uns einen Stellenwert, der gar nicht statthaft ist - für das bisschen Arschwackeln."
  • "Ich musste lesen, dass sich der Meyer für klassische Musik interessiert. Da lachen sich ja alle, die mich kennen, halbkrank! Fürs Kulturelle ist eher meine Frau zuständig."
  • "Wir mussten das Training eine halbe Stunde unterbrechen, weil die Spieler sich so gefreut haben. Einige haben sogar geweint." (Nach seiner Vertragsverlängerung in Mönchengladbach)
  • "Wenn Du Fußball machst, dann lässt Dich der Beruf nicht mehr frei. Man entwurzelt sozial ein bisschen. Geh' mal abends ins Theater, wenn Du drei Mal verloren hast. Da bist Du ein Laune-Schreck." (Über die Nachteile des Trainerdaseins)
  • "Ihr wisst ja, beim Geschlechtsverkehr dürft Ihr mich immer stören, aber bei der Fresserei ist es einfach scheiße!" (Zu Nürnberger Fans)
  • "Torwart Jörg Stiel sagte mal, ich wäre sein bester Trainer gewesen. Später erfuhr ich, dass er nur zwei hatte."
  • "Ich habe bereits mit ihm gesprochen und ihm zugesichert, dass unsere enge Zusammenarbeit fortgesetzt wird." (Bei seiner letzten Unterschrift in Gladbach über seinen Hund Aldo)
  • "Ich habe Möhlmann vorher gesagt, dass wir uns auf eine Punkteteilung einigen können. Aber das hat der Schweinehund nicht mitgemacht." (Nach einer Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld und Trainer Benno Möhlmann)
  • "Wir gehen nachts mit Fackeln in den Wald, damit die Jungs die Angst verlieren." (Vor einem Spiel des FCN in Dortmund)
  • "Nur 20 Prozent der Spieler halten sich im Urlaub an die Vorgaben des Trainers. Mindestens 50 Prozent erholen sich nach dem Motto: 'Wer sich bewegt, der wird erschossen.'"
  • "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."
  • "In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche."
  • "Der kam nach dem 2:2 in unsere Kabine und wollte sein Trikot tauschen. Da habe ich ihm gesagt: 'Du bekommst keins. In der nächsten Saison hast Du davon Tausende.' Er hat nicht gelacht. Prüfung nicht bestanden - der hat keinen Humor." (Auf die Frage, warum Daniel Felgenhauer nicht zu Gladbach wechselt)
  • "Im Fußball baut man dir schnell ein Denkmal, aber genauso schnell pinkelt man es an."
  • "Dass ich bei Twente später eine Vertragsverlängerung bekam, war dann kein Zufall mehr. Offensichtlich waren sie von meiner Schönheit so begeistert." (In der "Zeit" über sein Engagement in Holland)
  • "Wir haben sie erst sehr spät in den Griff bekommen, aber da war die Krähe schon tot." (Nach einer 0:5-Niederlage in Leverkusen)
  • "Meine Frau hat mich nicht mehr in den Garten gelassen, weil ich die Rosen nicht vom Blumenkohl unterscheiden konnte." (Über seine Rückkehr in die Bundesliga)
  • "Bis 1990 habe ich nicht für Geld, sondern für den Sozialismus gearbeitet."
  • "In Köln haben sie vier Tage lang die Geschäftsstelle abgeschlossen und jede halbe Stunde eine Flasche Sekt entkorkt, als sie den Toni Polster für 1,8 Millionen Mark nach Gladbach verkauft hatten." (Über Transfercoups)
  • "Die Spieler kommen morgens um neun, trinken Kaffee, halten ein Schwätzchen, danach eine kleine Mannschaftsbesprechung, 90 Minuten Training, eine Stunde Nachbereitung. Und nachmittags gehen sie dann mit der Mutti auf die Kö nach Düsseldorf. Die können einkaufen, während andere noch an der Maschine stehen. Als Fußball-Profi hat man eine herrliche Zeit." (über den Traumberuf Profi-Fußballer)
  • "Das Trainingsgelände war hier mein Heiligtum. Platzwart Erich Hage hat mit der Gartenschere das Unkraut gerupft. Wenn sich ein Rabe auf dem Rasen niedergelassen hatte, wurde der erschossen." (Über alte Jenaer Zeiten)
  • "Das wird eine schöne Heimfahrt. Einen Punkt geholt und zudem waren die Jungs eine Woche nicht bei der Mutti." (zur Lage nach dem 1:1 Mönchengladbachs in Stuttgart)
  • "Igor hat eine anstrengende Woche hinter sich und ist gestern erst nach Hause gekommen. Eventuell hat ihn seine Tochter nicht schlafen lassen. Von seiner Frau will ich erst gar nicht reden." (Über Igor Demo)
  • "Wenn ich mit dem System Weihnachten im gesicherten Mittelfeld bin, dann können wir drüber reden. Aber nach einem Spieltag werde ich mich hüten, meinen Kopf so weit aus dem Fenster zu halten. Doch wenn Sie schreiben, Hans Meyer hat ganz alleine gewonnen, dann haben Sie natürlich Recht." (Nach einem Sieg gegen Bayern München im ersten Saisonspiel)
  • "Als ich mit knapp 28 Jahren Trainer in Jena geworden bin, hat das eingeschlagen wie eine Bombe. Das war, als ob ein 18-jähriger Schiedsrichter wird und dann noch aus der Leichtathletik kommt." (Über die Umstände seiner Unterschrift bei Carl Zeiss Jena)
  • "Der einzige Unterschied zwischen den Niederlanden und Franken ist, dass hier in Franken fast niemand mit dem Wohnwagen in den Urlaub fährt"
  • "Ich habe dort noch nie einen Punkt geholt. Vielleicht wäre es besser, ich melde mich krank."
  • "Ich kann gar nicht alt genug werden, um alle Überraschungen, die der Fußball so parat hat, verkraften zu können."
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